Autobiographisches Super-Gedächtnis (Video)

Hier ein Ausschnitt aus einer TV-Dokumentation über einen Mann der ein außergewöhnliches autobiographisches Gedächtnis hat und den Gedächtnisforscher James McGaugh.

Interessanterweise schneidet dieser Mann bei normalen Gedächtnistests durchschnittlich ab – einzig und allein die eigenen, täglichen Erfahrungen und Wahrnehmungen werden im Gedächtnis von Bob auf außergewöhnlich zuverlässige Weise abgespeichert

Gehirnforscher haben herausgefunden dass Menschen wie Bob tatsächlich ein anderes Gehirn haben – insbesondere ist ihr Temporallappen größer, und der nucleus caudatus ist bis zu sieben mal größer als bei normalen Menschen.

Menschen wie Bob werfen jedoch vom neurowissenschaftlichen Standpunkt aus eine interessante Frage auf. Denn bisher glauben Gehirnforscher dass das Gedächtnis sich an Ereignisse nur sehr selektiv erinnert, also sehr wählerisch ist welche Erlebnisse und Wahrnehmungen es abspeichert, und welche nicht.

James L. McGaugh fragt sich deshalb: Ist es vielleicht möglich, dass wir in Wirklichkeit alles in unserem Gedächtnis abspeichern was wir erleben und wahrnehmen, und unser “Vergessen” von Erlebnissen einfach nur daran liegt, dass wir die abgespeicherten Informationen nicht in unserem Kopf finden können? In diesem Fall bräuchten wir nämlich einfach nur eine bessere “Suchmaschine” für unsere Erinnerungen, damit wir uns an Informationen besser erinnern könnten.

Durchaus ein interessanter Ansatz der auch zeigt, wie viele ungeklärte Fragen es im Bereich der Neurowissenschaften noch zu klären gibt.

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