Durch die Nacht durchbüffeln ist sinnlos

Jeder kennt das aus der Schulzeit: vor einem wichtigen Schultest möglichst lange das Lernen aufschieben, und dann auf den letzten Drücker den ganzen Lehrstoff büffeln – oftmals die halbe Nacht durch.

Forscher haben nun untersucht wie effektiv diese “Lernmethode” (ähem…) ist, und sind zu dem Ergebnis gekommen: garnicht. Ausreichend Schlaf ist genauso wichtig für akademischen Erfolg wie das Büffeln des Lernstoffs.

Denn der Lernstoff den man sich so in letzter Minute ins Gehirn schaufelt kann zwar ein Vorteil sein – allerdings wird die geistige Leistungsfähigkeit und das Konzentrationsvermögen durch den Schlafmangel so weit herabgesetzt, dass man mehr Konzentrations- und Schusseligkeitsfehler macht oder Gedächtnisaussetzer hat.

Die Studie1 war wie folgt aufgebaut:

500 Oberstufen-Schüler haben an der Studie teilgenommen.

Über einen Zeitraum von zwei Wochen wurde Buch geführt wie lange jeder Schüler täglich schläft.

Auch führten die Schüler Buch über negative Vorkommnisse im Schulkontext, wie z.B. wenn sie in einer Unterrichtsstunde nicht folgen konnten oder etwas nicht begriffen haben.

Die Forscher konnten so nachweisen, dass die Schüler welche einen regelmäßigen Lernrhythmus haben die wenigsten (akademischen) Probleme haben. Diejenigen die jedoch dazu neigten auf Kosten ihres Schlafes zu Lernen hatten mehr (akademische) Problem, die sich vor allem dann vermehrten wenn sie in der Nacht zuvor weniger geschlafen hatten.

Und? Was bedeutet das für Dich?

Entwickle einen gleichmäßigen Lernrhythmus.

Lerne tagtäglich, am besten zu den gleichen Zeiten.

Sorge dafür dass Du jede Nacht genügend Schlaf bekommst.

Langsam, aber sicher bringt auch beim Lernen mehr. :-)

  1. Cari Gillen-O’Neel, Virginia W. Huynh and Andrew J. Fuligni, To Study or to Sleep? The Academic Costs of Extra Studying at the Expense of Sleep, 20 AUG 2012, Child Development DOI: 10.1111/j.1467-8624.2012.01834.x []

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