Gedächtnisschwund während der Menopause? Halb so wild, es wird wieder besser werden

Viele Frauen bemerken in den späten 40ern oder frühen 50ern dass ihr Gedächtnis sie öfter im Stich lässt. Ein Name der Dir einfach nicht mehr einfällt, ein Termin den Du vergessen hast, und so weiter. Meist ist es das Arbeitsgedächtnis (früher wurde es das Kurzzeitgedächtnis genannt), welches während der Menopause am meisten nachlässt.

Forscher haben nun das Phänomen Gedächtnischwund während der Menopause genauer untersucht1 und festgestellt, dass es

  1. ein weitverbreitetes Phänomen ist und
  2. die Gedächtnisleistung nach der Menopause wieder voll zurückerlangt wird.

Es besteht also kein Anlass zur Sorge, dass dies der Beginn unaufhaltsamen geistigen Abbau’s wäre, und erst Recht kein frühes Alzheimer-Symptom.

Im Gegenteil, es ist einfach ein ganz natürlicher Nebeneffekt im gesunden Gehirn der durch die hormonellen Umstellungen im Körper ausgelöst wird. Denn wie Dr. Pauline Maki, Professorin für Psychiatrie und Psychologie an der Universität von Illinois in Chicago (USA) sagt: es gibt klare Zusammenhänge zwischen Gedächtnis und dem Hormon Östrogen.

Das weiß man aus der medizinischen Praxis. Wenn einer Frau zum Beispiel die Eierstöcke operativ entfernt werden lässt meist auch ihre Erinnerungsleistung im Bereich Sprache nach. Wenn man dann jedoch den Östrogenspiegel wieder ausgleicht kehrt das verbale Erinnerungsvermögen wieder zurück.

  1. die  Seattle Midlife Women’s Health Study verfolgte seit den 90er Jahren die Gesundheit von 500 Frauen []

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