Langfristiges und kurzfristiges Lernen

Wie lernt man am besten? Ist es besser möglichst intensiv zu lernen, sich stundenlang in Materie zu vertiefen – oder über mehrere Tage hinweg immer wieder für eine kurze Zeit zu lernen?

Um der Antwort auf diese Frage näher zu kommen haben Forscher jetzt untersucht was im Gehrn beim Lernen passiert.

Sie haben festgestellt dass sogar auf molekularer Ebene andere Prozesse sich im Gehirn vollziehen wenn wir langfristig lernen, im Vergleich zu dem was passiert wenn wir stattdessen intensiv lernen. Mit langfristigem lernen ist hier gemeint, dass über mehrere Tage hinweg immer wieder ein bisschen Lernstoff aufgenommen wird. Mit kurzfristigem Lernen ist hier gemeint was passiert wenn wir die gleiche Menge an Lernstoff in einem sehr kondensierten Zeitraum aufnehmen.

Das Ergebnis war interessant, denn beides war deutlich unterschiedlich. Welches jedoch die bessere Lernmethode ist, das kommt ganz darauf an, was man erreichen möchte.

Wenn eine bestimmte Art von Protein freigesetzt wird, ist das an Anzeichen dafür, dass ein Lernprozess stattgefunden hat. Jedoch geschieht diese Freisetzung sehr unterschiedlich je nachdem ob es eben langfristiges oder kurzfristiges Lernen ist.

Intensives Lernen führt dazu, dass Informationen besonders im Kurzzeitgedächtnis aktiv sind, während langfristiges Lernen eben besonders ins Langzeitgedächtnis übergeht. Als Überlebensstrategie für den Schulunterricht, wenn es darum geht Fachwissen für eine Prüfung zu büffeln, das man später im Leben nie mehr brauchen wird kann Notfallbüffeln tatsächlich eine hilfreiche Strategie sein – wenn es jedoch darum geht etwas langfristig zu lernen, ist es wichtig sich wiederholt und über einen längeren Zeitraum mit dem Lernstoff zu befassen.

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