Mehr psychologische Selbstkontrolle durch eingeschränkte körperliche Bewegung

Einer Versuchung zu widerstehen, einem Drang nicht nachzugeben, bei einem Glücksspiel nicht leichtsinnig und riskant alles auf eine Karte zu setzen, dieses mal nicht eine Flasche Wein aufmachen, die Zigarette in der Packung lassen anstatt sie zu rauchen… all das braucht Selbstkontrolle. Und in dem meisten Fällen scheitern wir.

Doch eine Studie hat einen kleinen Trick offenbart der unsere Selbstkontrolle verbessern kann: unterdrücke eine körperliche Bewegung.

Denn scheinbar gibt es eine Überlappung im Gehirn zwischen dem Kontrollieren1 von Bewegungen und dem Kontrollieren von psychologischen Impulsen.

Eine Studie2 zum Beispiel hat gezeigt, dass der Bierkonsum von Studenten die viel Bier trinken um 30% verringert werden kann durch eine ganz einfache Aufgabe: Sie sollten nicht auf einen Knopf drücken wenn sie Bilder von Bier angezeigt bekamen.

Eine andere Studie3 hat gezeigt, dass die Risikobereitschaft bei finanziellen Wettspielen verringert werden kann wenn eine Person ihre Motorik (also ihre Bewegungen) besser kontrolliert.

  1. kontrollieren im Sinne von: zurückhalten, beherrschen, unterdrücken []
  2. Addiction. 2012 Jul;107(7):1280-7. doi: 10.1111/j.1360-0443.2012.03827.x. Epub 2012 Apr 4.Beer à no-go: learning to stop responding to alcohol cues reduces alcohol intake via reduced affective associations rather than increased response inhibition.Houben K, Havermans RC, Nederkoorn C, Jansen A. []
  3. Psychol Sci. 2012 Jun 12. Proactive Motor Control Reduces Monetary Risk Taking in Gambling. Verbruggen F, Adams R, Chambers CD. []

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