Negativer Innerer Dialog? Eine Einfache Übung für eine positive Transformation

Die Stimme im Kopf – einige Psychiater glaubten, dass es ein Anzeichen für Schizophrenie sei, doch heute wissen wir dass jeder Mensch eine innere Stimme hört. Und oftmals ist die nicht gerade ermutigend: ein negativer innerer Dialog sagt zum Beispiel Dinge wie: “Das hast Du ja mal wieder richtig gut versaut du Blödmann!” oder “War ja klar dass Du das vermasselst”.

Dass so etwas sich negativ auswirkt sollte eigentlich jedem der sich auch nur ein bisschen mit Mentaltraining befasst klar sein.

Was also kannst Du tun um einen negativen internen Dialog in etwas Positives zu verwandeln?

Wenn positive Affirmationen versagen

Viele Menschen probieren es mit positiven Affirmationen, doch die können manchmal auch nach hinten losgehen, gerade weil der innere Dialog sie oft sabotiert. Wenn ein Mensch zum Beispiel zu sich selbst sagt:

“Ich habe das Potential schnell zu lernen und mir Dinge gut zu merken.”

Dann kommt es oft vor dass der innere Dialog spättisch antwortet: “Ja, klar, mit deinem Sieb-Gedächtnis kannst du dir Dinge echt gut merken. Das glaubst du doch wohl selbst nicht!”

Das kann die Wirkung einer Affirmation ins Gegenteil dessen verwandeln was man eigentlich beabsichtigt hat.

Wie verwandelst Du Deinen negativen inneren Dialog in einen positiven?

Nun, als erstes erkenne einfach an dass ein Teil von Deiner Persönlichkeit Dir diese Botschaft geschickt hat. Nehme sie wahr, ohne zu werten.

Und dann richte Deine Aufmerksamkeit auf Deinen Körper und Deine fünf Sinne für zehn Sekunden oder länger. Es wird Dir wahrscheinlich anfangs nicht gelingen Deine gesamte Aufmerksamkeit auf Deinen Körper oder Deine fünf Sinne zu richten, doch fokussiere so viel Deiner Aufmerksamkeit wie Du kannst auf Deinen Körper und Deine fünf Sinne.

Mehr gehört garnicht dazu.

Denn: anstatt Dich selbst in Gedanken zu verlieren wirst Du Dir so Deiner körperlichen Wahrnehmungen bewusst. Denn das aktiviert bestimmte Bereiche von Deinem präfrontalen Cortex.

Wir stecken viel zu oft in unserem eigenen Kopf fest.

Es ist im Grunde genommen eine einfache Meditationsübung, die Shirzad Chamine in seinem Buch Positive Intelligence (Positive Intelligenz) vorstellt. Und dennoch (oder vielleicht gerade deshalb?) ist sie sehr wirkungsvoll. Allerdings sollte man nicht sofort ein Wunder erwarten: vielmehr sind stetige Wiederholungen dieser Übung notwendig um langfristig einen substabstanziellen Unterschied in der Art wie Du mit Dir selbst kommuniziert zu bewirken.

Du verwandelst nicht über Nacht Deinen internen inneren Dialog in einen positiven inneren Dialog – doch dafür kannst Du dies in vielen kleinen Schritten über einen Zeitraum von mehreren Wochen zuverlässig erreichen.

Shirzad Chamine hat diese einfachen Übungen1 mit seinen Klienten durchgeführt und sagt: “Ich habe noch nie mit jemandem gearbeitet der täglich 100 PQ reps gemacht hat über einen Zeitraum von 21 Tagen und nicht substantielle und oftmals lebensverändernde Verbesserungen im Leben erfahren hat.”

100 Mal am Tag eine solche Mentalübung zu machen, das klingt erstmal nach viel. Über einen Zeitraum von 21 Tagen wären das immerhin 2100 Wiederholungen dieser Übung. Doch wenn Du bedenkst dass eine Wiederholung in 10 Sekunden erledigt sein kann, dann kommst Du auf 1000 Sekunden, also knapp 17 Minuten täglich. Allerdings sollst Du nicht 17 Minuten am Stück üben, sondern stattdessen über den Tag verteilt.

Woran erkennst Du wann Du ein PQ rep machen sollst? Nun, zum Beispiel immer dann wenn Du einen schlechten internen Dialog hast. Immer dann wenn sich Dein innerer Kritiker zu Wort meldet und Dich madig macht. Und einfach zwischendurch – während Du an einer roten Ampel stehst oder auf den Bus wartest.

Eine tolle Übung also die wir in unseren Werkzeugkasten des mentalen Trainings mit aufnehmen.

  1. er nennt diese Übungen PQ reps. Das steht für positive intelligence repetitions []

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