Pause machen hilft beim Lernen (doch die richtige Art von Pause!)

Wenn Du etwas Neues gelernt hast und das Gelernte besser behalten willst hilft es unmittelbar nach dem Lernen eine kleine Erholungspause einzulegen. Das haben Michaele Dewar und ihre Kollegen in einer Studie, die bald im wissenschaftlichen Magazin Psychological Science erscheinen wird, nachgewiesen.

Nicht nur kurzzeitig, sondern auch langzeitig werden Erinnerungen so besser abgespeichert.

Nicht nur was Du tust während Du lernst ist wichtig, sondern auch was Du in den Minuten unmittelbar nach dem Lernen tust.

Die Wissenschaftler haben zwei Experimente durchgeführt:

Experiment A:

33 Versuchsteilnehmer im Alter von 61 bis 87 Jahren.

Ihnen wurden zwei Kurzgeschichten erzählt, und sie sollten sich an so viele Details wie möglich erinnern.

Unmittelbar darauf wurden sie dann aufgefordert zu beschreiben was in der Geschichte passiert ist.

Dann sollten sie entweder 10 Minuten lang eine kleine Erholungspause machen, oder ein “Erkenne den Unterschied”-Spiel am Computer spielen.

Die kleine Erholungspause (engl: wakeful resting) sah ganz konkret so aus. In einem abgedunkelten Zimmer zehn Minuten mit geschlossenen Augen ruhig entspannen. Den Teilnehmern war es selbst überlassen woran sie während dieser zehnmütigen Erholungspause dachten – ob sie tagträumen, über die Geschichte nachdenken oder über ihre Einkaufsliste nachdenken, oder was auch immer. Es kam nicht darauf an woran sie dachten, sondern einfach nur dass keine neuen Informationen während dieser 10 Minuten von außen in ihr Bewusstsein drangen (deshalb die Dunkelheit und Stille).

Das Erkenne-den-Unterschied-Spiel sah so aus, dass den Teilnehmern jeweils 30 Sekunden lang Bildpaare dargestellt wurden. Sie sollten in jedem Bildpaar zwei kleine Unterschiede erkennen. Diese Aufgabe wurde ausgewählt weil sie Aufmerksamkeit verlangte, jedoch non-verbal war (im Gegensatz zur Geschichte).

Die Teilnehmer welche eine kleine Erholungspause nahmen konnten sich an deutlich mehr Details von der Geschichte erinnern als diejenigen, die das Erkenne-den-Unterschied Spiel gespielt haben.

Diese Studie deutet darauf hin, dass der Zeitpunkt an dem wir eine Information erhalten nur ein sehr frühes Stadium des Bildens von Erinnungen ist.

Gerade für Menschen die geistige Höchstleistungen bringen wollen ist es also wichtig nicht ununterbrochen geistig aktiv zu sein, sondern sich zwischendurch auch einfach mal Ruhepause zu gönnen. Doch Pause in diesem Sinne heißt nicht lustige YouTube videos angucken, die Glotze anschalten oder gar ein Buch zu lesen. Nein, es bedarf einer Pause- ganz ohne sensorische Stimulation. Das heißt also: mal Internet, Telefon, Radio und Fernseher abschalten, das Buch zuklappen und die Augen schließen und einfach eine Weile sein.

In diesem Sinne, eine kleine Lektion von Balu dem Bären:

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