Schlaf stärkt positive Erinnerungen (wissenschaftliche Studie)

Schlaf hilft Dir Dich besser an positive Dinge oder Erlebnisse zu erinnern. Das ist zumindest das Ergebnis einer interessanten Studie1 die am 19. Jahreskongress der Cognitive Neuroscience Society vorgestellt wurde.

Schauen wir uns doch diese Aussage genauer an, und wie die Wissenschaftler dazu gekommen sind.

Als erstes: warum speziell positive Erinnerungen?

Nun, die Wissenschaftler interessierten sich für diese Frage besonders weil sie für den therapeutischen Kontext relevant ist.

Tatsächlich ist es so, dass Schlaf nämlich auch negative Erinnerungen stärkt.

Trotzdem sollten wir die Studie nicht voreilig als “offensichtlich” abstempeln. Schauen wir uns den Versuchsaufbau einmal genauer an:

70 Versuchsteilnehmer wurden rekrutiert.

Jedem Versuchsteilnehmer wurden Fotos gezeigt. Einige der Fotos waren emotional positiv besetzt (z.B. Blumen, Hundewelpen, schöne Landschaften, etc.), während andere Fotos emotional neutral waren (z.B. ein leerer Teller oder Möbelstücke).

35 Teilnehmer konnten dann über Nacht schlafen. 35 Teilnehmer mussten wach bleiben.

12 Stunden nachdem die Teilnehmer die Fotos zum ersten mal gesehen haben wurden sie getestet: an welche Bilder konnten sie sich erinnern?

Nun offenbarte sich ein bemerkenswerte Unterschied zwischen den Teilnehmern die geschlafen haben und denen die wachgeblieben sind.

Diejenigen die geschlafen haben erinnerten sich mehr an die positiven Fotos, während diejenigen die wachgeblieben sind sich mehr an die neutralen Fotos erinnerten.

  1. Effects of Sleep on Memory and Reactivity for Positive Emotional Pictures,” by Rebecca Spencer et al.,

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