Stress frisst das Gehirn

Wissenschaftler wissen schon seit langem dass Stress unserem Körper schadet. Eine kürzlich veröffentlichte Studie von der Universität von Yale hat nun gezeigt, dass Stress tatsächlich auch das Gehirn “frisst”.

Wie genau funktioniert das?

Nun, wenn wir gestresst sind werden in unserem Körper Hormone freigesetzt – diese Hormone versetzen uns in Alarmbereitschaft. Der ideale Zustand wenn es ums Überleben geht, allerdings nicht so sehr wenn wir mit Alltagsstress konfrontiert sind wo es keine Frage von Leben oder Tod ist.

Diese Hormone sind nämlich schädlich für unser Gehirn: sie zerstören Gehirngewebe. Stress frisst quasi winzige Löcher ins Gehirn.

Kurzzeitige Stressreaktionen sind natürlich keineswegs schädlich – unsere Körper sind schließlich auch darauf ausgelegt mit Stress umzugehen. Erst wenn Stress zum chronischen Begleiter wird, wird’s gefährlich. Denn wenn bestimmte Hormonwerte im Körper beständig erhöht sind weil jemand unter Dauerstress steht, dann kann das dazu führen dass (unter anderem) das Gehirn dieser Person “schrumpft” (weil die Stresshormone das Hirngewebe zerstören).

Es gibt ja bekanntlich verschiedene Areale in unserem Gehirn. Neuroforscher haben herausgefunden, dass bestimmte Areale mehr anfällig für stressbedingte Schäden sind.

Der anfälligste Bereich ist der Hippocampus. Das ist der Behirnbereich der vor allem für höheres Denken verantworlich ist, für’s Lernen und für’s Gedächtnis. (Übrigens ist das auch der Teil des Gehirns der am meisten beschädigt wird bei Alzheimer Patienten).

Deshalb ist Stressmanagement auch ein wichtiger Bestandteil von mentalem Training. Unser Gehirn funktioniert am besten – und bleibt am gesündesten – wenn wir entspannt sind. Entspannungsübungen die darauf abzielen den Körper zu entspannen können auch dem Geist helfen Stress abzubauen. Atemübungen sind oftmals sehr effektiv und wirksam, auch schon bei ersten Versuchen. Wer langfristig etwas tun möchte um besser mit Stress umzugehen, der kann auch meditieren lernen.

Wichtig an dieser Stelle für Dich ist folgendes: Du hast jetzt gelernt dass Stress schlecht für’s Gehirn ist. Das ist in erster Linie eine Information. Wie wirst Du diese Information jetzt für Dich nutzen? Wie wirst Du Dein Verhalten ändern? Was wirst Du tun um Stress besser zu managen und schneller abzubauen? Wie wirst Du Dein Gehirn schützen?

Wenn Du diesen Beitrag bis hier gelesen hast, dann nimm Dir auch noch zwei Minuten Zeit um eine bewusste Entscheidung zu treffen, wie Du das eben gelernte nutzen kannst um ein besseres, gesünderes, glücklicheres und erfüllteres Leben zu führen.

Wir leben im Informationszeitalter, und oftmals gehen viel zu viele Informationen in unseren Kopf herein, mit denen wir garnicht wirklich etwas anfangen. Nützlich ist Information erst dann wenn sie eine Grundlage für neues Verhalten bildet. Deshalb nochmal: was wirst Du tun um Dein Gehirn vor den schädlichen Wirkungen von Stress zu schützen?

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