Studie: Das Internet verändert das Gedächtnis

Wenn Versuchsteilnehmer einer Studie Sätze in einen Computer eingegeben haben und der Meinung waren, dass diese Sätzegespeichert werden würden haben sie  anschließend bei Tests weniger erinnert, als wenn sie der Meinung waren dass der Satz den sie eingeben nicht auf dem Computer gespeichert wurde.

Der Grund? Die Versuchspersonen haben einfach weniger mentale Anstrengung unternommen um sich die Information zu merken. Warum auch? Schließlich könnten sie es ja später im Computer wiederfinden. Das zeigt, wie wichtig zum Beispiel unsere mentale Einstellung und unsere Absichten sind wenn wir neue Informationen lernen.

Dr. Betsy Sparrow, Daniel M. Wegner und Daniel M. Wegner untersuchten auch Gedächtnisstrategien die Menschen anwenden. Zum Beispiel wenn sie sich an Details zu Flaggen von Ländern erinnern sollten -  würden Versuchspersonen zuerst versuchen sich an die Flagge zu erinnern, oder würdest sie zuerst versuchen die Information im Internet zu finden? Das Ergebnis war: Menschen suchen oft erst im Internet – das mittlerweile so etwas wie das externe Gedächtnis der Menschheit ist.

Das ist keineswegs etwas völlig neues – Informationen nicht im eigenen Gehirn zu speichern ist eine bewährte Strategie. Auch vor dem Internet und Computern haben Menschen zum Beispiel bestimmte Informationen einfach nicht erinnert, weil sie wussten dass jemand anderes den sie einfach fragen könnten das Wissen hatte.

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