Tiefe Hirnstimulation gegen Alzheimer?

Im letzten Beitrag haben wir darüber berichtet, wie mittels transkranialer Magnetstimulation möglicherweise Alzheimer Patienten geholfen werden kann.

Eine andere, invasivere Methode ist die sogenannte tiefe Hirnstimulation.

Die Tiefe Hirnstimulation ist ein neurochirurgischer Eingriff in das Gehirn, mit dem krankheitsbedingte Fehlleistungen korrigiert werden sollen. Populär, aber irreführend ist der Begriff Hirnschrittmacher. Für die chronische Hirnstimulation werden dem Patienten meist eine oder zwei dünne Elektroden implantiert, die über subkutan verlegte Kabel mit einem Impulsgeber im Bereich der Brust oder dem Oberbauch verbunden sind. Dieser Impulsgeber gibt dauerhaft elektrische Impulse an die Zielregion im Gehirn ab, wodurch diese – je nach Stromfrequenz – entweder deaktiviert oder stimuliert werden kann.

(aus Wikipedia)

In einer Studie wurde Alzheimer Patienten Elektroden ins Gehirn implantiert. Bei 3 von 6 Patienten war der geistige Verfall langsamer als erwartet, was auf die positive Wirkung der tiefen Hirnstimulation zurückzuführen sein könnte.

Auch in diesem Fall befindet sich die Forschung in einem sehr frühen Stadium.

Die beste Art Alzheimer zu bekämpfen ist jedoch vorzubeugen und geistig aktiv zu bleiben. Mit mentalem Training können Sie Ihre grauen Zellen auf Trab halten!

Quelle: Laxton, A. W., Tang-Wai, D. F., McAndrews, M. P., Zumsteg, D., Wennberg, R., Keren, R., Wherrett, J., Naglie, G., Hamani, C., Smith, G. S. and Lozano, A. M. (2010), A phase I trial of deep brain stimulation of memory circuits in Alzheimer’s disease. Annals of Neurology, 68: 521–534. doi: 10.1002/ana.22089

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